"...A ghost travels fast. A ghost with three leg travels faster. Throughout the civilised world known to Euope, he autumn stasis set in, troubled only by small local disturbances, for the most part irritable and inconclusive: it promised to be a hard winter, and fighting men preferred to spend such months at home..."

Dorothy Dunnett: Caprice and Rondo, Part IV, Reprise, chapter 38





19. Dezember

Von Weihnachtskrippen und Schwippbögen, Lichterpyramiden und Bergleuten



Francesco BASSANO, Winter, 1577-78, Eremitage, St. Petersburg

Aus Südeuropa, genauer aus Italien, ist der Brauch eingewandert, die Weihnachtsgeschichte durch eine Krippe in den Kirchen nachzustellen. Man beginnt mit der Szenerie bereits zu Beginn der Adventszeit und fügt nach und nach Figuren zum Panorama hinzu, am 24. Dezember wird dann das Bild mit dem Jesuskind in der Krippe präsentiert und am 6. Januar kommen noch die Heiligen Drei Könige hinzu.

Im Alpenraum, wo die Holzschnitzerei ein traditionelles Kunsthandwerk ist, wurden die Weihnachtskrippen reich ausgestattet in den Kirchen präsentiert. Etwa ab Ende es 16. Jahrhunderts sind erste Zeugnisse von Weihnachtskrippen nördlich der Alpen überliefert. Die dann einsetzende Gegenreformation nutzte diese bildlichen Darstellungen um sie zum Mittelpunkt der katholischen Weihnachtsfeiern zu machen.

Seit dem 19. Jahrhundert sind Krippen auch ein fester Bestandteil des häuslichen Weihnachtsschmucks und werden von beiden Konfessionen aufgestellt.

Seit dem 12. Jahrhundert war das Erzgebirge eine Bergbauregion. Nach der Arbeit versuchten die Bergleute, die vielfältigen Motive im Bergbau künstlerisch nachzugestalten.

Ende des 16. Jahrhunderts ließen die Erzvorkommen nach, so dass die Menschen sich neue Erwerbsmöglichkeiten suchen mussten . Und so wurde aus der Feierabendbeschäftigung der Bergleute die neue Erwerbsgrundlage.
Weihnachtspyramiden, Engel und Bergleute, Nußknacker, Räuchermännchen und Schwibbögen bereicherten den häuslichen Weihnachtsschmuck seit dem 18. Jahrhundert.


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